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10 Jahre visual.addiction – das gehört gefeiert!

Fast hätte ich vor lauter großartigen Projekten und Kunden mein 10-jähriges Jubiläum übersehen.

Seit einem Jahrzehnt begleitet mich visual.addiction als meine eigene Firma durch spannende Reisen, unzählige Lernmomente und viele Erfolgsgeschichten.

Dieser Meilenstein hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt und zeigt mir, wie dankbar ich für diese Reise bin – und natürlich bin ich auch ein „bisschen“ stolz darauf.

Luftballons in Form einer 10

Am Anfang war das Reisefieber

Aller Anfang war schwer und dennoch wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Es war das Reisefieber, das mich packte. Ich wollte mehr von der Welt sehen und startete meine Reise als digitale Nomadin. Es war nicht das Geld, was mich antrieb oder der Wunsch nach einem besseren Arbeitgeber, denn mein damaliger Chef war nicht nur Chef, sondern mein Mentor und guter Freund. 

2015 verkaufte ich mein Hab und Gut, packte ein paar Sachen und meinen Laptop und machte mich auf den Weg in die weite Welt.

Südafrika, Thailand, Indonesien, Australien, Malaysien, … die Welt war mein Zuhause. Und währenddessen arbeitete ich ununterbrochen an meinem kleinen Unternehmen, das ich visual.addiction taufte.

Vom Bauchladen zum Fokus

Damals war meine Palette groß! Sehr groß.
Ich bot alles an, wovon ich Ahnung hatte: Grafikdesign, Fotografie, Videoproduktion, Webdesign, Webentwicklung. You name it, I did it.

Durch meine vielen Ausbildungen und meine unersättliche Lust Neues zu lernen, hatte ich jede Menge Skills vorzuweisen – klar, dachte ich, das muss ich alles anbieten. Und obendrauf noch Photoshop-Kurse abhalten und Geschäftsführung lernen, und so weiter …

Jede Ausbildung, jeder Kurs, jedes Learning hat mich dorthin gebracht, wo ich heute stehe.
Aber irgendwann wurde klar: Alles gleichzeitig geht nicht. Ich arbeitete Tag und Nacht – und merkte, dass ich Unterstützung brauche.

Also begann ich Gleichgesinnte zu suchen; Freelancer mussten her, die mir bei dem einen oder anderen Projekt unter die Arme greifen konnten. Outsourcing war das Schlagwort, von dem ich in all den schlauen Business-Büchern las und mit dem viele digitale Nomaden um sich warfen. Nur leichter gesagt als getan. Der Weg war geprägt von Trial & Error.

Mit der Zeit wuchs mein Team. Ich hatte zeitweise bis zu zehn Freelancer aus aller Welt gleichzeitig beschäftigt – Designer, Entwickler, Texter, Motion Artists. Wir arbeiteten remote, organisiert in einem virtuellen Büro, das ich extra dafür aufbaute.

Ich bin unendlich dankbar für jeden einzelnen Menschen, der mich auf diesem Weg begleitet hat. Es war faszinierend zu sehen, wie sich Kreativität über Länder, Kulturen und Zeitzonen hinweg verbindet. Dieses internationale Miteinander war eine meiner größten Erfahrungen.

Der Wendepunkt

Je größer die Projekte wurden und je mehr Menschen beteiligt waren, desto mehr verschob sich meine Rolle.
Organisation, Abstimmung, Verantwortung.

Ich hielt viele Fäden zusammen – und entfernte mich dabei langsam von dem, was mich ursprünglich angetrieben hatte: das kreative Schaffen.

Es lief zwar alles über meinen Schreibtisch, aber ich fand mich immer öfter mehr Zeit mit Projektmanagement und „Feuerlöschen“ zu verbringen als kreativ und schöpferisch tätig zu sein.

Die intensiven Pandemie-Jahre waren schließlich der Moment, der alles sichtbar machte. Ein Burnout wurde zum Wake-up-Call. 

Ich fand mich gezwungen, mir eine zentrale Frage zu stellen:
Wie möchte ich wirklich arbeiten – und was brauche ich dafür?

Zurück zum Wesentlichen

Die Antwort kam nicht über Nacht, war aber eindeutig.
Weniger Komplexität. Mehr Fokus. Und vor allem wieder mehr Raum für meine eigene kreative Arbeit. Kreativität ist ein integraler Bestandteil meines Lebens – das war schon als Kind so und hat sich bis heute nicht geändert.

Ich entschied mich also bewusst dafür, vieles herunterzufahren. Keine große Teamstruktur mehr; weniger, aber dafür ausgewählte Kunden und Projektpartner; keine überquellenden Terminkalender mehr; weg mit allem, das mir mehr Stress als Nutzen bringt, inklusive Instagram.

Diese Entscheidung fühlt sich bis heute richtig an. Sie erlaubt mir, Projekte ganzheitlich zu begleiten, den Überblick zu behalten – und gleichzeitig selbst kreativ zu arbeiten. Genau diese Mischung aus Struktur und Gestaltung liegt mir am meisten.

Wachstum heißt nicht immer ein größeres Büro, mehr Leute, höhere Umsätze –
Wachstum heißt auch, sich den Raum zu nehmen, den man braucht.

Heute

Heute arbeite ich mit kleinen One-Man-Shows ebenso wie mit großen Agenturen und internationalen Unternehmen. Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Anforderungen – aber immer mit dem gleichen Anspruch.

Ich liebe es, die Essenz eines Unternehmens und seiner Zielgruppe herauszuarbeiten und sie mit Design sichtbar zu machen. Diese Essenz weiterzudenken und in unterschiedlichste Kommunikationsmittel zu übersetzen – vom Logo bis zur Website.

Das mache ich seit über 20 Jahren – und seit 10 Jahren selbstständig.

Danke an alle, die Teil dieser wunderbaren Reise waren und sind.
Ich schätze mich glücklich und sehr privilegiert, so vielen großartigen Menschen begegnet zu sein.
Es war ein wilder, aufregender und bereichernder Ritt – und ich freue mich auf die nächsten 10 Jahre.

Happy Birthday, visual.addiction.